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Von Roland Hemmpel, 25.08 2005, 15:33:57
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nebenbei mit meiner eigenen kleinen Ursachenforschung für das offensichtliche Versagen des deutschen Schulsystems. Im Laufe dieser Recherchen fiel mir verstärkt auf wie überaus ignorant in unserem Land mit dem Thema der Informationsbeschaffung für Schüler über die sog. »Neuen Medien« (speziell Internet) und integration neuer Medien in den Schulalltag umgegangen wird. Dies ist natürlich nur ein Punkt der langen Liste von Punkten die dringend reformiert (und modernisiert) wenden müssen. Aber wie soll bitteschön eine Reformation geschehen wenn viele unserer Politiker (u.a. auch Jürgen Büssow) nicht einmal die einfachsten kausalen Zusammenhänge dieser neuen Technologie begreifen? Ich sehe ja ein dass nicht jeder Mensch mit der Fähigkeit die technischen Zusammenhänge des Internets zu verstehen gesegnet ist, Herr Büssow hat dies ja mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nur sollten einem gewählten Volksvertreter der sich anmaßt eine solche Technologie kontrollieren und regulieren zu wollen die sozialpolitischen Ausmaße des Informationsmediums Internet doch wenigstens ansatzweise bewusst sein, aber auch hier stellt Herr Büssow ganz klar seine Unkenntnis und Ignoranz gegenüber der Technologie, den Menschen die diese UNEINGESCHRÄNKT nutzen wollen, dem im deutschen Grundgesetz verankerten Grundsatz zur freien Meinungsäusserung und dem Recht jeden Bürgers auf freie Informationsbeschaffung unter Beweis. Nicht dass ich persönlich unbedingt dass Bedürfnis habe mir rechtsradikale Augenwischerei oder Leichenteile von Menschen im Web zu betrachten, auch ich bin der Meinung dass diese Webseiten eher als Datenmüll denn als Informationsquelle anzusehen sind, aber ich habe ohne Zweifel das Bedürfnis SELBST darüber zu entscheiden welche Webseiten ich aufrufe und mir SELBST darüber eine Meinung zu bilden. Eine Zensur des Internets in dem Umfang wie es sich Herr Büssow offensichtlich wünscht kommt einer kastration des Rechts gleich sich eine eigene Meinung zu bilden. Je mehr ich mich mit Politik beschäftige desto mehr beschleicht mich das Gefühl dass die Mehrheit unsere gewählten Volksvertreter die Menschen dieses Landes nicht für fähig halten sich eine eigene Meinung zu bilden. Und da macht es für mich persönlich keinen Unterschied welche Partei ich bei der nächsten Wahl favorisiere, KEINE unterstützt MEINE Bedürfnisse und solange ich nicht AKTIV an der politischen Gestaltung dieses Landes mitwirken kann, z.B. durch Volksabstimmungen wie in der Schweiz, ist die Behauptung Deutschland sein eine Demokratie ein glatte Lüge. Solange Politiker über Themen entscheiden von denen sie offensichtlich nicht im Mindesten informiert sind, was erschreckend häufig der Fall zu sein scheint, fühle ich mich als Wähler verraten. Solange Politiker Entscheidungen treffen um ihr eigenes Ego zu befriedigen oder um eigene Interessen zu vertreten ohne sich die Frage zu stellen ob es dem Land und den Menschen überhaupt etwas bringt beschleicht mich der Wunsch dieses Land sich selbst zu überlassen und irgendwohin auszuwandern wo mir bei der Verwiklichung meiner Persönlichkeit und (eventuell sogar) meiner Träume nicht von Amtswegen andauernd Steine in den Weg gelegt werden.
Um zum anfänglichen Thema Bildung und Internet zurückzukehren... Wenn Politiker wie Herr Büssow es wirklich schaffen sollten das Medium Internet zu zensieren wie es mit anderen Medien ja bereits geschieht dann werden die Menschen dieses Landes auf lange Sicht zu gedankenkontrollierten Zombies mutieren die alle schön brav die Meinungen ihrer (gewählten?) Führer rezitieren. Ich persönlich halte diese Entwicklung für weit aus gefährlicher als ein paar Internetseiten mit braunem Gedankengut welches durch eine Zensur so oder so nicht aus der Welt geschafft wird. Viele unserer sog. Volksvertreter, auch Herr Büssow, sollten sich mal angewöhnen in Zeiträumen zu denken die über ihre eigene Amtsperiode hinausgeht. Seltsamerweise können Großkonzerne wie AOL schon lange in solchen Kategorien planen, wenn ich auch nicht unbedingt überzeugt bin von den »guten Absichten« solcher Konzerne so zeigt doch die Selbstkontrolle von AOL und die OPTIONALE Bereitstellung sog. Family-Filter einen Schritt in die richtige Richtung. Hier heisst das Stichwort »Hilfe zur Selbstkontrolle« und Eltern die Möglichkeit zu bieten ihren Kindern, welchen Alters auch immer, gewisse Inhalte des Internets vorzuenthalten bis diese die geistige Reife erlangt haben sich kritisch genug mit diesen Inhalten auseinanderzusetzen stellt meiner Meinung nach einen wichtigen Beitrag dar die geistige und interlektuelle Entwicklung zukünftiger Generationen zu fördern.
Wer Grammatik- oder Rechtschreibfehler findet der schreibe sie bitte auf, kopiere diesen Text und schicke alles an das Kultusministerium Hessen mit der Bemerkung DAS mit ähnlichen Arbeiten aus den momentanen Jahrgangsstufen 10-13 zu vergleichen. Vielleicht hilft's ja was...
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