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Von Claus Walter, 26.08 2004, 09:10:45
Der Mond steht in diesem Sinnspruch für Authentizität, eigentlich die echte und unverfälschte Erfahrung durch sich selbst an dem Objekt, Ereignis etc.
Wir alle kennen den Mond, bzw. glauben ihn gut zu kennen, obwohl tatsächlich gerade mal ein Dutzend Menschen vor Ort gewesen sind, ihn begangen haben, begucken konnten und in ihm gewühlt haben.
Allein diese WISSEN durch eigene Anschauung, eigenes Erleben, was »Mond« bedeutet!Und wenn diese dann auf den Mond weisen, wissen sie, wovon sie reden, während wir anderen noch nicht mal eine näherungsweise Vorstellung uns davon zu machen in der Lage sind.
Die Worte derer, die dort waren, sind ein Fingerzeig dafür, was, wie der Mond tatsächlich ist, aber diese Fingerzeige, Worte, Informationen sind halt nicht wirklich stellvertretender Ersatz für die ureigene Erfahrung des Mondes.
Im Zen steht der Mond auch für »Erleuchtung« und die Meister benutzen diesen Sinnspruch als Warnung und Zurechtweisung für diejenigen, die versuchen durch Imitation von Haltung und Rede der »Erleuchteten« dieselbe vorzutäuschen oder wahlweise sich selbst täuschen und meinen, nur weil sie von der Erleuchtung berichten, über sie reden können, wüssten sie schon, was es damit auf sich hätte.
Ich kann Dir was über den Geschmack der Banane in erlesensten Worten und bildhaftesten Beispielen erzählen ohne, dass Du selbst reingebissen hast und den Geschmack kennen gelernt hast, weisst Du von der Banane eigentlich nichts.
Und die Gefahr in der Informationsgesellschaft ist derzeit, dass die Informationen mehr und mehr stellvertretend für die Informationsquelle selbst gehalten werden und damit trotz exponentieller Zunahme von Informationen das eigentliche Wissen exponentiell abnimmt!
Es bleibt nur noch Zeit für Info-Fast-Broking, aber nicht mehr für Info-Break-fasting...
hoffe, damit etwas zur Klärung beigetragen zu haben.
mit freundlichen Grüssen
Claus
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