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Von Christine Mey, 21.08 2004, 12:03:23
Internetzensur ist, wie auch Verbote politischer und weltanschaulicher Bücher, ein Zeichen dafür, daß dem Volk bestimmte Standpunkte und Informationen vorenthalten werden sollen.
Die einen mögen es als »Rettungsversuch für die Demokratie« bezeichnen. Ich nenne es Gesinnungsdiktatur und geistige Bevormundung! Mit Demokratie und Freiheit hat das nichts zu tun, nur mit Erhaltung der Meinungshoheit bestimmter Gruppen. Das Volk wird für unfähig erklärt, sich eine eigene Meinung zu bilden oder hat man gar Angst davor, daß sich eine Meinung herausbilden könnte, die in letzter Konsequenz jene, welche heute noch an irgendwelchen Posten kleben, von diesen lauschigen Plätzen verjagen wird? Daß die Thesen, die unterdrückt werden sollen, Anklang finden könnten?
Selbst, wenn dies eintreten sollte, dann sicher zurecht. Und dann wird es auch keine Zensur mehr aufhalten können. Was wäre schlimm daran? So ist es doch überall in der Natur: das einzig Beständige daran ist der Wechsel.
Wer sich seiner Sache sicher ist und ein reines Gewissen hat, braucht nicht zu solchen Maßnahmen greifen. Nur,wo man um des Machterhalts willen etwas verhindern will, wird sich der Zensur bedient.
Das Volk ist nicht dumm, es läßt sich nur nicht gern verar***en!
Und ich persönlich werde mich immer dagegen zur Wehr setzen, wenn andere mir vorschreiben wollen, was ich lesen »darf« und was nicht! Ich habe mich noch nie geistig bevormunden lassen, und ich sehe nicht ein, warum ich jetzt plötzlich damit anfangen sollte.
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